Nach dem Buch, ist vor dem Buch

Die Gottesanbeterin wartet schon auf ihr nächstes Opfer

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Der zweite Fall für Oberkommissar Stefan Braun und seine Kollegen der Essener Kripo gibt ihnen Rätsel auf. Die unbekleidete Leiche des jungen Polizisten weist keinerlei Spuren auf. Hier war jemand sehr gründlich. Ganz so, wie vor zwei Jahren in Wilhelmshaven, von wo Anja Steffens, die neue Chefin der Spurensicherung nach Essen gekommen ist. Folgt die Gottesanbeterin der Spurenfachfrau?

Foto: Wikipedia

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Es ist vollbracht!

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Nun liegt es vor mir, das fertige Manuskript von Halbgötterdämmerung.
Etwas über fünf Jahre sind vergangen, seit der ersten Idee, bis zum fertigen Buch. Eine Zeit, in der ich viel Unterstützung für dieses Projekt erfahren habe, in der ich Vieles über das Schreiben an sich lernen durfte und in der ich viele interessante Menschen kennen und schätzen gelernt habe, ohne die dieses Buch nicht das geworden wäre, was es jetzt ist.
Dafür bin ich sehr dankbar.
Das Manuskript wird nun in die Hände einiger Menschen gehen, die ein liebevoll strenges Auge darauf haben werden, bevor es den Weg in die weite Welt und dann hoffentlich bald in Buchhandlungen antreten wird.

Die mit dem Wolf schreiben

Autorenseminar im Europahaus Aurich mit Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf

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Gruppenbild mit Wolf (v. l.): Andreas Edelhoff, Christian Jaschinski, Jule Goelsdorf, Manfred C. Schmidt, Christiane Franke, Alexa Stein, Natascha Manski, Elise Andresen-Bunjes, Mirjam Phillips, Brigitte Ahlers, Klaus-Peter Wolf, Christiane Nitsche

 

AURICH. Für einige Teilnehmer ist es schon eine Art „Familientreffen“: das alljährliche Seminarwochenende mit Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf („Ostfriesenkiller“, „Totenstille im Watt“) im Europahaus Aurich. Seit neun Jahren kommen dort Autoren zusammen, um unter Anleitung des populären Schriftstellers an ihren jeweiligen Projekten zu arbeiten: Romane, Kurzgeschichten, Drehbücher. Mit dabei in diesem Jahr so namhafte Kollegen wie etwa Christiane Franke, die das Seminar federführend organisiert. Entstanden ist die Tradition des gemeinsamen Autorenseminars noch unter der Ägide des „Arbeitskreis Ostfriesischer Autoren“, seit einigen Jahren nehmen aber auch Nachwuchsautoren aus anderen Regionen teil, etwa aus dem Lipper- und Münsterland oder aus dem Ruhrgebiet.

Ob Krimi, Jugendbuch, Science Fiction oder Fantasy, ob eingebettet in die ostfriesische Landschaft, in fantastische Zwischenwelten oder Zukunftsszenarien: Immer wieder geht es dabei ums Thema Figurenentwicklung. „Was muss meine Figur haben, damit ich als Leser bereit bin, ihr zu folgen?“, lässt Klaus-Peter Wolf seine Teilnehmer fragen. In Rollenspielen und Diskussionen nähern sich die Seminaristen aber auch Fragen nach Plot Points, Dialogführung und der jeweils richtigen Sprache – stets nach dem von Klaus-Peter Wolf gern zitierten Leitsatz seines eigenen Lehrmeisters Max von der Grün: „Schreibe so, dass ein Arbeiter dein Buch einem Professor erzählen kann, ohne dass der sich dabei langweilt.“

Über die Jahre sind aus Klaus-Peter Wolfs Seminaren heraus immer wieder erfolgreiche Autoren hervorgegangen und Romane, Drehbücher oder Anthologien umgesetzt worden. Jüngste Beispiele: Christian Jaschinskis „Mörderisches Lipperland“ und Jule Goelsdorfs „Mörderisches Monaco“. Aber auch Manfred C. Schmidts „Kaltblut“ und die Küstenkrimi-Reihe von Christiane Franke waren immer wieder ein gemeinsames Thema.

Am Ende eines so arbeitsreichen wie anregenden und unterhaltsamen Wochenendes kehrten in diesem Jahr wieder elf Autoren mit „Hausaufgaben“ zurück an ihre Schreibtische. Im nächsten Jahr wird es entsprechend reichlich Stoff geben, um sich auszutauschen. Dann findet das Seminar in dieser Form zum zehnten Mal statt. Klaus-Peter Wolf beim Abschied: „Ich freue mich schon jetzt, euch alle wiederzusehen.“

 

Text und Bild: Christiane Nitsche